Umfrage: Sind gutaussehende Menschen erfolgreicher?

 

Ich habe mich unter einigen Südtiroler/Innen umgehört und wollte der folgenden Frage auf den Grund gehen “Sind gutaussehende Menschen erfolgreicher? Haben diese bessere Karrierechancen?”.  Alle vier Befragten (mich inklusive) kamen dabei zum selben Schluss. Lesen Sie mehr dazu …

 

Jul Bruno Laner Jul Bruno Laner:
Das gute Aussehen ist grundsätzlich eine Fassade, das Äußere eines Hauses. Nun geht es darum zu ermitteln, ob das Innere des Hauses das hält, was das Äußere verspricht. Lassen wir mal Starlets und Liebesdienerinnen, Mister Südtirol und Body Builder weg. In einer „normalen“ Karriere hat es „der Schönling“ gleich schwer wie die „nette Larve“.  Der Götterneid der „nicht Schönen“ oder „normalen“ kann ganz schön giftig überschäumen und um die Gut Aussehenden einen ganz schönen Zaun von Vorurteilen spannen. Das kann in Mobbing oder andere unangenehme Folgen ausarten.  Wenn es die Gutaussehenden schaffen, einen positiven Strahl des Innenlebens zu artikulieren ( Bescheidwissen und dabei nicht angeben, sich als Selbstverständlichkeit unterordnen, wo es auch die anderen tun, Hilfsbereitschaft andeuten, wo sie gar nicht erwartet wird etc, dann sind die gut Aussehenden ein Sonnenstrahl der Gesellschaft, eine Bereicherung für alle. Auf der Karriereleiter wird ihnen kaum was im Wege stehen, denn keiner wird ihnen absprechen, dass sie für die Firma, die Partei, die Gemeinde, den Club nicht „was darstellen. Das heißt nicht, dass die sogenannten „Normalen“ keine Karriere machen. Man sehe nur die monströsen Typen von Vorstandsvorsitzenden, Ministern, Generälen, Geschäftsführerinnen, Vorarbeiterinnen, aber die haben sicher ihre verborgenen Vorzüge, die an der Fassade nicht abzulesen sind.” Dein Haus, Karin, beinhaltet so viel positive Spontaneität, das der Inhalt des Hauses auch bei verschlossenen Fenstern durchleuchtet.

 

Karin Schroeck-SinghKarin Schroeck-Singh:
Ich glaube, dass es von der Art des Jobs abhängt. Es gibt bestimmte Jobs in denen das Aussehen definitiv eine wichtige Rolle spielt, z.B. für eine Schönheitspflegerin oder Rezeptionistin, während es für andere Arbeiten, wie z.B. die eines Buchhalters oder Webdesigners, absolut nicht relevant ist. Ich würde sagen, dass ein attraktives und gepflegtes Erscheinungsbild einer Person zu Beginn helfen kann, einen Job schneller bzw. leichter zu bekommen. Wenn jedoch das Aussehen einer Person die einzige Trumpfkarte ist, wird man mit dieser Strategie langfristig kaum Erfolg haben. Die Arbeitswelt ist heutzutage sehr wettbewerbsfähig und um anstellungsfähig zu bleiben, sind spezifische Kenntnisse, Fähigkeiten und Wissen unverzichtbar. Gutes Aussehen alleine würde dann nicht mehr genügen, es kann zum Vorteil werden, wenn man alle anderen Voraussetzungen auch  mitbringt.

Nehmen wir an, dass eine Firma einen Verkaufsberater sucht und er hat die Wahl zwischen zwei Kandidaten, die beide sehr ähnliche Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen haben. Diejenige Person, die besser rüberkommt (aufgrund seines wahrscheinlich gesteigerten Selbstwertgefühls – wissend, dass er/sie gutaussehend ist) wird schlussendlich bevorzugt. Bei einem Job, in dem Kundenkontakt wichtig ist, sind zwischenmenschliche Beziehungen, Charisma und Ausstrahlung sicherlich wichtig und können definitiv zu einem besseren Geschäftserfolg beitragen. Attraktiv zu sein kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Es kann zur Verschlechterung des Betriebsklimas führen, wenn es neidische Kollegen gibt.

 

Peter Obexer Peter Obexer:

Schönheit ist kein Hindernis. Für den ersten Eindruck gibt es oft keine zweite Chance, deshalb haben es gutausssehende Menschen (stellt sich nur die Frage, was gutaussehend ist?) öfters leichter. Zudem können gutaussehende, hübsche, attraktive und schöne Menschen auch sehr klug sein. Karrieretypen wie Heidi Klum, Markus Lanz oder Lilly Gruber sind das beste Beispiel dafür.

 
 
 
 
 
 
 

 

Sonia Zaccone Sonia Zaccone:

Ich finde, dass gutaussehende Menschen es in allen Lebenslagen einfach leichter haben. Es beginnt schon im Kindesalter in der Schule. Wenn beim Turnen oder in der Klasse Gruppen gebildet werden, suchen sich die Kinder die schönen Mädchen bzw. Jungs aus. Auf Partys werden die gutaussehenden zum Tanzen aufgefordert, auch wenn diese vielleicht gar nicht tanzen können. Im Meeresurlaub knüpfen hübsche Leute leichter Freundschaften und werden gleich als sympathisch empfunden. Der Mensch fühlt sich vom Schönen angezogen und assoziiert damit automatisch positive Gedanken. Dies bedeutet somit: gutaussehender Mensch = sympathischer Mensch. Es ist leider so. Eine gutaussehende Person macht schon im jungen Alter viele positive Erfahrungen. Dies trägt dazu bei, dass das Selbstwertgefühl, das  Selbstvertrauen und die Selbsterkenntnis einer Person täglich gesteigert wird. Es verwundert daher nicht, dass sich solche Leute dann auch im Reden und Handeln als mutiger erweisen und generell selbstbewusster auftreten. So eine Person fühlt sich dann schon seit seiner Kindheit nicht nur von seinen Eltern und Liebsten geliebt, sondern spürt, dass er bei jedermann beliebt ist. Ein häßliches Kind dagegen wird dies nie erfahren und wird daher automatisch weniger Selbstvertrauen aufweisen. Schauen wir  uns doch das Vorbild im italienischen Fernsehen an. In der Berlusconi Politik ist das eindeutig. Schöne Frauen kommen ohne Mühe weiter und müssen nicht mal den Mund aufmachen, vielleicht etwas anderes …. Ich finde, dass Menschen, die zwar ein gepflegtes Erscheinungsbild haben, aber nicht als gutaussehend bezeichnet werden, niemals dieselben Chancen haben. Warum würden sich ansonsten so viele Menschen schon im jungen Alter Schönheitsoperationen unterziehen? Es wäre wünschenswert wenn alle Menschen “gutaussehend” zur Welt kämen, dann würde man wahrscheinlich den Stärken und Tugenden eines Menschen während seiner Karriere mehr Aufmerksamkeit schenken.

 

 

Karl keim Karl Keim:
Wir glauben ja doch alle zu wissen auf was es im Leben ankommt.  Das Aussehen sollte nicht das Erste sein, und doch widerspricht uns die Realität. Größe und Aussehen sind nicht zu übersehende Faktoren.

Wenn Sie mehr darüber lesen möchten, gibt es hier einen interessanten Artikel in englischer Sprache zu diesem Thema:

 

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Author: Karin Schroeck-Singh

Karin Schroeck-Singh is a trilingual Career Optimizer at www.Careerheads.com. She has an MBA from the University of Leicester (UK) and gained 20 years of international work experience in various industries in Italy, the UK and India. Her passion lies in creating multilingual, high-quality content in career matters, giving highly engaging public speeches and helping job seekers to optimize their career by providing professional coaching. She is the author of several ebooks, among them “44 Tips for a successful Video Interview” (http://careerheads.com/product/ebook-44-tips-for-a-successful-video-interview/). She has written several career and business articles for international HR and Marketing companies. Her favourite motto is “Learn from anyone, anywhere, anytime!” Follow her on Twitter @CareerHeads.

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